Racing

Rennen waren für mich nie nur eine Frage von Platzierungen. Vor allem das 24h MTB Racing und lange Distanzen haben mich immer gereizt. Mich interessiert, was passiert, wenn aus Geschwindigkeit Ausdauer wird und irgendwann nicht mehr nur die körperliche Leistung entscheidet.

Genau dort habe ich mich im Radsport immer zuhause gefühlt.

Wenn es länger wird

24-Stunden-Rennen haben ihren eigenen Rhythmus. Am Anfang fährt jeder schnell. Interessant wird es später – wenn Müdigkeit dazukommt, die Konzentration nachlässt und kleine Probleme plötzlich groß werden können.

Dann geht es nicht mehr nur um Watt, Trainingswerte oder die schnellste Runde. Es geht darum, einen Rhythmus zu finden, Probleme zu lösen und weiterzufahren.

Noch eine Runde.

ONE MORE.

Das war schon Teil meines Racings, lange bevor ich dafür einen Namen hatte.

24h MTB Racing und die Jahre im Ultra-MTB

Daniel Lambertz beim 24h MTB Rennen (bei der 24h MTB Weltmeisterschaft) in Finale Ligure

Zwischen 2017 und 2019 war ich regelmäßig bei internationalen 24-Stunden-Mountainbike-Rennen am Start.

2017

3. Platz

24h MTB-WM

Finale Ligure · Italien

2018

3. Platz

Night on Bike

Radevormwald · Deutschland

2019

6. Platz

24h MTB-EM

Penafiel
· Portugal

Diese Ergebnisse gehören zu meiner Geschichte. Aber sie sind nicht der Grund, warum ich heute wieder auf dem Rad sitze.

Dann wurde es ruhiger

Beruf, Familie und andere Lebensbereiche rückten zunehmend in den Mittelpunkt. Der Platz für strukturiertes Training und lange Rennen wurde kleiner – und irgendwann war Radsport nicht mehr der selbstverständliche Teil meines Lebens, der er einmal gewesen war.

Einige Jahre später stehe ich deshalb nicht einfach wieder dort, wo ich aufgehört habe.

Und genau das möchte ich auch nicht.

Nicht zurück. Weiter.

Mein Ziel ist nicht, den Fahrer von 2017 zu kopieren oder alten Leistungswerten hinterherzufahren.

Mich interessiert eine andere Frage:

Was ist heute möglich?

Daniel Lambertz beim Gravel-Training auf einer Schotterstrecke

Mit einem anderen Alltag. Mit mehr Verantwortung. Mit weniger verfügbarer Zeit. Und mit einigen Jahren mehr Lebenserfahrung.

Ich trainiere wieder. Die ersten ernsteren Ziele entstehen. Und irgendwann wird es auch wieder eine Startlinie geben. Wie dieser Weg zurück begonnen hat, schreibe ich in meinem Beitrag über mein Radsport-Comeback 2026.

MTB bleibt dabei ein Teil meiner Geschichte. Gravel eröffnet neue Möglichkeiten. Die Langstrecke bleibt das, was mich reizt.

Das nächste Kapitel

Lambi Endurance Racing ist deshalb kein nostalgischer Blick auf frühere Ergebnisse.

Es geht um das, was jetzt entsteht.

Um Training und Fortschritt. Um Rückschläge und Lösungen. Um lange Tage auf dem Rad und irgendwann vielleicht wieder lange Nächte. Und um die Frage, wie weit ich diesen Weg noch gehen kann.

Nicht zurück. Weiter.

ONE MORE.

Ein Kilometer. Eine Runde. Ein Versuch.


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