Rennen waren für mich nie nur eine Frage von Platzierungen. Vor allem das 24h MTB Racing und lange Distanzen haben mich immer gereizt. Mich interessiert, was passiert, wenn aus Geschwindigkeit Ausdauer wird und irgendwann nicht mehr nur die körperliche Leistung entscheidet.
Genau dort habe ich mich im Radsport immer zuhause gefühlt.
Wenn es länger wird
24-Stunden-Rennen haben ihren eigenen Rhythmus. Am Anfang fährt jeder schnell. Interessant wird es später – wenn Müdigkeit dazukommt, die Konzentration nachlässt und kleine Probleme plötzlich groß werden können.
Dann geht es nicht mehr nur um Watt, Trainingswerte oder die schnellste Runde. Es geht darum, einen Rhythmus zu finden, Probleme zu lösen und weiterzufahren.
Noch eine Runde.
ONE MORE.
Das war schon Teil meines Racings, lange bevor ich dafür einen Namen hatte.
24h MTB Racing und die Jahre im Ultra-MTB

Zwischen 2017 und 2019 war ich regelmäßig bei internationalen 24-Stunden-Mountainbike-Rennen am Start.
2018
3. Platz
Night on Bike
Radevormwald · Deutschland
Diese Ergebnisse gehören zu meiner Geschichte. Aber sie sind nicht der Grund, warum ich heute wieder auf dem Rad sitze.
Dann wurde es ruhiger
Beruf, Familie und andere Lebensbereiche rückten zunehmend in den Mittelpunkt. Der Platz für strukturiertes Training und lange Rennen wurde kleiner – und irgendwann war Radsport nicht mehr der selbstverständliche Teil meines Lebens, der er einmal gewesen war.
Einige Jahre später stehe ich deshalb nicht einfach wieder dort, wo ich aufgehört habe.
Und genau das möchte ich auch nicht.
Nicht zurück. Weiter.
Mein Ziel ist nicht, den Fahrer von 2017 zu kopieren oder alten Leistungswerten hinterherzufahren.
Mich interessiert eine andere Frage:
Was ist heute möglich?

Mit einem anderen Alltag. Mit mehr Verantwortung. Mit weniger verfügbarer Zeit. Und mit einigen Jahren mehr Lebenserfahrung.
Ich trainiere wieder. Die ersten ernsteren Ziele entstehen. Und irgendwann wird es auch wieder eine Startlinie geben. Wie dieser Weg zurück begonnen hat, schreibe ich in meinem Beitrag über mein Radsport-Comeback 2026.
MTB bleibt dabei ein Teil meiner Geschichte. Gravel eröffnet neue Möglichkeiten. Die Langstrecke bleibt das, was mich reizt.
Das nächste Kapitel
Lambi Endurance Racing ist deshalb kein nostalgischer Blick auf frühere Ergebnisse.
Es geht um das, was jetzt entsteht.
Um Training und Fortschritt. Um Rückschläge und Lösungen. Um lange Tage auf dem Rad und irgendwann vielleicht wieder lange Nächte. Und um die Frage, wie weit ich diesen Weg noch gehen kann.
Nicht zurück. Weiter.
ONE MORE.
Ein Kilometer. Eine Runde. Ein Versuch.

Über Lambi
Daniel Lambertz
Lambi Endurance Racing
Ultra-Mountainbiker, Familienvater und Führungskraft. Nach einigen Jahren mit weniger Radsport geht es für mich zurück auf die Langstrecke – mit MTB, Gravel und der Frage, was heute noch möglich ist.
