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  • Viel passiert. Viel vor.

    Viel passiert. Viel vor.

    Mein Radsport-Comeback 2026 nimmt gerade richtig Fahrt auf. Ich trainiere viel, verbringe wieder viele Stunden auf dem Rad und merke, dass der Körper langsam wieder dahin kommt, wo ich ihn haben möchte.

    Dabei geht es gar nicht nur um Training und Zahlen. Ich genieße es gerade, draußen unterwegs zu sein, das Wetter mitzunehmen, Landschaft aufzusaugen und einfach wieder richtig Lust aufs Radfahren zu haben. Und ganz nebenbei sind bereits ein paar alte Bestmarken aus vergangenen Jahren gepurzelt – damit hatte ich ehrlich gesagt nicht so früh gerechnet.

    Ein Ziel für 2026. Und schon der Blick auf 2027.

    Ganz vorbei ist dieses Jahr noch nicht.

    Ein Ziel steht noch auf dem Zettel. Eines, bei dem es wieder länger wird und bei dem ich sehen möchte, was von der Ausdauer schon wieder da ist.

    Gleichzeitig geht der Blick längst weiter Richtung 2027. Welche Rennen? Welche Distanzen? Wie viel Training passt tatsächlich in meinen Alltag? Und vor allem: Was möchte ich mir wieder zutrauen?

    Dabei geht es mir nicht darum, den Fahrer von 2017 oder 2019 zurückzuholen.

    Den gibt es so nicht mehr.

    Mein Leben sieht heute anders aus. Mein Alltag sieht anders aus. Und natürlich hat sich auch mein Körper verändert.

    Aber genau das macht die Sache interessant.

    Ich will nicht wissen, was damals möglich war. Ich will herausfinden, was heute möglich ist.

    Nicht alles läuft nach Trainingsplan

    Auch beruflich steht Veränderung an. Ab Dezember kommen in meiner Arbeit als Fachbereichsleiter neue Bereiche, neue Strukturen und zusätzliche Verantwortung dazu.

    Auf den ersten Blick hat das wenig mit Radsport zu tun. Für mich gibt es aber ziemlich viele Parallelen.

    Du kannst einen guten Plan haben. Du kannst dich vorbereiten. Du kannst versuchen, möglichst viele Dinge vorherzusehen.

    Und dann kommt es trotzdem anders.

    Auf dem Rad kommt Gegenwind, die Beine machen nicht das, was sie sollen oder nach vielen Stunden wird aus einem kleinen Problem plötzlich ein ziemlich großes. Im Beruf ist es manchmal ähnlich – nur ohne Leistungsmesser am Lenker.

    Dann geht es darum, ruhig zu bleiben, eine Lösung zu finden und weiterzumachen.

    Vielleicht liegt mir genau deshalb die Langstrecke so.

    Ein bisschen weniger erwachsen

    Gleichzeitig ist es privat gerade angenehm ruhig. Und ich merke, wie dadurch wieder Platz für andere Dinge entsteht.

    Für Training und neue Pläne. Für Freunde und gute Gespräche. Und ziemlich eindeutig auch für Musik.

    In den vergangenen Wochen waren wieder einige Konzerte dabei. Punkrock, laute Gitarren, verschwitzte Menschen und dieses ziemlich großartige Gefühl, für ein paar Stunden wieder 29 zu sein.

    Man muss schließlich nicht alles erwachsen machen.

    Vielleicht gehört genau das gerade genauso zum Comeback wie die Kilometer auf dem Rad.

    Was heute möglich ist

    Und damit bin ich ziemlich genau bei dem, was Lambi Endurance Racing für mich werden soll.

    Kein Hochglanzprojekt. Keine Inszenierung einer Vergangenheit, in der ich mal bei einer 24-Stunden-WM auf dem Podium stand. Und auch kein Versuch, irgendjemandem noch etwas beweisen zu müssen.

    Ich möchte dokumentieren, was passiert, wenn man mit 44 Jahren wieder anfängt, sich sportlich etwas vorzunehmen.

    Wie viel geht noch? Wie bekommt man Training, Beruf, Familie und den Rest des Lebens zusammen? Was funktioniert? Was geht schief? Wo liegen heute meine Grenzen – und lassen sie sich vielleicht noch ein Stück verschieben?

    2026 ist der Anfang.

    2027 wird zeigen, was daraus werden kann.

    Bis dahin geht es um die nächste Einheit, den nächsten Kilometer und irgendwann wieder um die nächste lange Nacht auf dem Rad.

    ONE MORE.

    Noch eine Runde.
    Noch ein Kilometer.
    Noch ein Versuch.

    Nicht zurück. Weiter.